Oskar´s Pfotengeschichte

Meine Besitzer verloren am 04. Juli 2000
Ihren tollen, treuen Freund Giacomo. 50Kg Rotti/DSH Mix
Mit nur 2 ½ Jahren durch eine schwere Krankheit.

 Giacomo

Nun, durch die alten Hundefreunde erfuhren die Beiden,
daß es 11 kleine süße Welpen gibt.
Und natürlich mußte mein neues Frauchen gucken gehen.
Die drehte sich eh nach jedem Hund um,
den sie auf der Straße sah.
Als sie vom „nur mal gucken“ nach Hause kam,
da waren ich und meine Geschwister 23 Tage alt.

Sie wurde sie von "Herrchen" empfangen:
„UND, wie sehen sie aus, erzähl mal .......!“
Am nächsten Tag fuhr sie wieder hin, um sich einen auszusuchen.
Nee, den Schwarzen, der immer auf sie zu krabbelte, den wollte sie nicht und schob in immer wieder weg. Was meint ihr wie anstrengend es war, immer wieder zurückzukommen?

Irgendwann hob sie mich dann doch hoch.
Ganz schnell küßte ich ihre Nase und dann hörte ich die Worte:
„Möchtest DU mein Oskar sein?“

Seitdem trage ich diesen Namen. 

i
Hier bin ich 23 Tage alt


Restaurant Mama Marcy

                                                           ich( zweiter von rechts )

Die Umstände unter den wir aufwachsen sollten,
wurden zu einer Katastrophe. Dreck, ständig Krach+Unruhe, immer Hektik und unsere Mama sahen wir immer weniger.
Immer wieder die komischen Leute die in dieser Wohnung
ein und- ausgingen. Tag und Nacht Krach, extrem Laute Musik,
und alkoholisierte Typen, Es war schrecklich.
Schließlich landeten wir mitten im eisigen November auf dem Balkon.
Meine Menscheltern wollten mich da rausholen,
aber Menschvati sagte: entweder ALLE oder KEINER.
Er baute seine Werkstatt um, teilte die 100qm und baute ein großes Welpengehege: mit Schlaf-Fläche, Spielfläche und Pipi+Häufchenfläche.

Einzug am 6. Dezember 2000:

 
Welpenzeit
                                                                        
 

Die Puppies haben Hunger  



Und so zogen wir alle ein:
Zum Glück hatten die Beiden Unterstützung. Die hatten die auch bitter nötig.
Wir Welpen haben unsere Menschen wochenlang auf Trab gehalten.
Und wir hatten mächtig viel Spaß. Wir bekamen nun das richtige Futter, Welpenmilch,
Entwurmung usw.


Oskar 24 Tage alt


Dann kam die Zeit des Abschiednehmens.Einige von uns waren schon vorher vergeben
und für die anderen mussten meine Menschen erst noch jemanden finden.

 MEINE MAMA "MARCY"

Das war gar nicht so einfach. Aber nach vielen Tränen und viel Aufwand, fand jeder von uns seinen Menschen. Einen holten wir 2 x wieder zurück, einen anderen brachten uns die neuen Besitzer freiwillig wieder.


 Oskar, Velvet, Laika


Oje, es waren schlimme Momente und Geschichten. Aber wir schafften es.

  Meine Brüder: Sadrik, Merlin und  Knut


Zu einigen meiner Geschwister habe ich bis heute noch guten Kontakt.

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 Ossi auf dem Klo


 Meine Schwester Sarah

BONA

Nachdem alle Geschwister ausgezogen und vermittelt waren, verbrachte ich sehr viel Zeit  mit meiner Dobermannfreundin Bona.

 Wir fahren gemeinsam in den Urlaub, gehen zusammen spazieren und teilen Freud und Leid. Sie kennt mich von Welpe an. Eigentlich mag sie keine anderen Hunde - aber ich bin eine Ausnahme. Giacomo, mein Vorgänger hat Bona großgezogen und sie übernimmt nun seinen Job und gibt vieles an mich weiter. Besonders lustig finde ich, daß mein Frauchen ihr das schwimmen beibringen mußte. Sie ist nämlich immer untergegangen. Das war nicht immer ganz ungefährlich und somit war der Unterricht im Wasser nötig. Zwischen Bona und mir gibt es eine große Verbundenheit, wie tief diese ist, sollte den Menschen erst später bewußt werden.

Velvet

Und hier präsentiere ich meinen Bruder Velvet. Dessen Frauchen ist neu in der Hundewelt und sie hat sich uns angeschlossen, um ein bisschen mehr über uns tolle Wesen zu erfahren.

AUSFLUG MIT BRUDER VELVET  - bis heute sehen wir uns regelmäßig und vertragen uns immer noch - Besonders wenn wir Blödsinn machen können.


Vom Charakter her bin ich eher zurückhaltend, scheu, jedem Übel aus dem Weg gehend.
Was meine Umwelt angeht bin ich total aufgeschlossen, Straßenfeste, Silvester und die dazugehörige Böllerei sind mir egal. Man konnte mich von Anfang an überall mit hinnehmen: Restaurants, Biergärten, Kaufhäuser. Mit dem Alleine bleiben hatte ich auch von Anfang an keine Probleme. 


Mit 8 Wochen bin ich schon in die Hundeschule gekommen. Natürlich in die Welpengruppe. Ziemlich schnell haben wir alles von rechts überholt und im Sommer war ich bereits in Bonas Gruppe. Das sagt ja wohl alles aus-immerhin ist sie 1 1/2 Jahre älter als ich. Nur bei mir trat schnell während des Unterrichts Langeweile auf – immer das gleiche machen. Und so kam es, dass ich im Alltag viel besser hörte als in der Schule. Frauchen hat es dann auch bald eingesehen, zumal die Leitung der Schule sich änderte und die heimelige Atmosphäre dahin war.

  "ARSCHBOMBEN"-HUND


Fortan unternahmen wir tolle Ausflüge und Unternehmungen zusammen mit anderen Hunden und Kindern.

Apropos Kinder: die sind einfach richtig toll! Und man sagt mir nach, dass es schön ist mit an zusehen, wenn ich mit Kindern zusammen bin. Zwar jetzt schon groß (40KG),aber dennoch ein ganz großer Leichtfuß. Ich springe niemanden an, schupse und remple nicht. Wenn ich mich freue hole ich Geschenke: Ball, Gummi-Huhn, Socken, Schweinchen was ich gerade so finde, trage es im Maul, brumme merkwürdige Lieder und „schlawenzel“ so um die Person herum. Sehr angenehm für die zu begrüßende Person.

   Put the Tiger in the...Oskar



Ansonsten bin ich ein ruhiger aber total spielsüchtiger Hund. Bis heute vertrage ich mich mit Hund, Katze, Maus und Pferd – ob männlich oder weiblich, ist mir egal, Hauptsache die anderen sind auch freundlich.

Soviel zunächst von meinen Charaktereigenschaften

Der Leberwurstverweigerer!

Die mag ich nämlich überhaupt nicht

Ich bin ein sehr guter Esser, aber nur wenn ich Hunger habe.
Es ist ja für was gut, denn dann wird man nicht dick. Davon wird der ein oder andere Leser sicher träumen ( so mein Frauchen auch )

Mir kann man die schönsten Sachen wie Würstchen, Kekse, Käse, Fleisch und und und…vor die dicke Hundenase halten, wenn ich nicht will, dann will ich auch nicht. Abends, da habe ich Hunger und dann esse ich alles was in meinem Napf liegt. Ob Trockenfutter – mit und ohne was drüber, Gekochtes wie Huhn+Gemüse+Nudeln, Gehacktes mit Kartoffeln und Nudeln. (2/3 auf esse ich auf einmal, den Rest Nachts.)

BADEN IST DOOF, mußte aber 2x in der Woche sein, wegen einer Welpenhauterkrankung

Deswegen hat es bei mir mit dem Clickern auch nicht so gut geklappt, weil ich die Leckerli wieder ausspucke! Frauchen brauchte dann immer mindestens 20Minuten um mich für die Nascherei zu begeistern.

Sie ist in der Hundeschule mit 250g gegarter Hähnchenbrust in der Tasche rumgelaufen. Genutzt hat es nichts. Abends habe ich es dann gegessen – ist ja schließlich meine Lieblingsspeise.

Auch wenn ich 24h nix gegessen habe – ich finde es blöd! Zum Glück hält mein Frauchen es nicht durch, mich einfach mal 3-4 Tage hungern zu lassen, denn dann würde ich auch Belohnungsleckerle nehmen. Es ist halt eine der wenigen Macken, die ich habe. Doch damit können wir alle sehr gut leben.


 HEIMLICHER BESUCH IN NACHBARS GARTEN


Bevor ich das erste Mal richtig krank war, habe ich noch alles gegessen: Banane, Birne, Brotrinde, Zwieback und andere Dinge. Dann war es allerdings aus. Seitdem ich beim Tierheilpraktiker bin, geht´s zwar schon wieder besser, auch weil ich keinen Durchfall mehr bekomme. Aber ich bringe Frauchen gern mal zur Verzweiflung, wenn ich sichtlich die Nase rümpfe obwohl sie mir nur was Gutes tun will. Für mich ist ein Ball die allergrößte Belohnung! Oder ein paar warme Worte, dass ich der Beste, Schönste und Klügste bin, darin gehe ich auf.


ABER, wenn wir im Steakhaus sitzen, da habe ich mir was merkwürdiges angewöhnt. Ich nasche so gerne Pommes und dann darf auch gern ein Stück Steak dabei sein und zum Nachtisch nehme ich dann sogar trockenes Brot – genau in dieser Reihenfolge!!!!!!! ( man bedenke, dass es Menschen gibt, die Rosinenbrot mit Salami und Käsebrot mit Marmelade essen, was also ist an meiner Art zu fressen komisch! )

Ich denke, wenn ich ein sabbernder und bettelnder Hund wäre, würden hier ganz andere Worte stehen! 

 MEIN PAPA APOLLO

Papa und Oskar haben all die Jahre Kontakt miteinander gehabt und mögen sich ganz ganz doll. Papa ist grauer im Fell und Oskar ist etwas länger. Gang, Kläffverhalten und vieles anderes haben die Beiden gemeinsam und sind Beide spiel und wasserverrückt.

 

Mein Alltag als Arbeitskraft:

Seit ich 4 Monate alt bin gehe ich halbtags arbeiten. Frauchen steht extra früher auf, dann fahren wir in den Wald bzw. links-/oder/-rechtsrheinisch ins Grüne. So 45-60Minuten sind wir meistens unterwegs, es sei denn, sie kommt nicht aus den Federn, dann wird meine Zeit entsprechend verkürzt! (GRRRRR) Danach geht ´s ab ins Büro.


Für Kunden bin ich allerdings zum größten Teil unsichtbar. Arbeit geht halt vor! Und es soll ja Menschen geben, die sich vor großen schwarzen Hunden fürchten. ABER sehr oft kommen Kunden nur wegen mir herein. Wir sind eben bekannt, da Frauchen auch noch ein Leben nach der Arbeit hat. Ich kann mit stolz behaupten: ich habe auch schon Umsatz gebracht!

( dies sei eine Anmerkung für alle Chefs dieser Welt!)

Die ersten Krankheiten:

Mit 6Monaten fing ich an zu humpeln. Eine schwere Panostitis schlich sich während der Wachstumsphase in meine Knochen. Äußerst schmerzhaft. Es drückt sehr toll in den Röhrenknochen. Bis heute habe ich daran zu knabbern. Bis ich 15Monate alt war ereilten mich immer wieder heftige Schübe. Ich bekam sehr regelmäßig Schmerzmittel. Auch meine Ausläufe und Ballspiele wurden entsprechend gemäßigt. Diese Erkrankung hat zur Folge, dass ich bereits in jungen Jahren Athrose habe und eine schwerste ED im Vorderlauf rechts und mittlere Links. Die Hüfte ist wohl auch nicht so in Ordnung und im Rücken Spondilose.



Bis ich 3 Jahre alt war, musste ich permanent zum Tierarzt. Für Herrchen und Frauchen war es ganz schlimm, hatte doch auch schon Giacomo so kaputte Knochen und Gelenke. Und ich tobe doch so gerne. Aber es endete jedes Mal mit bösen Schmerzen und Humpeln.
Aber auch Durchfall, Erkältungen und andere Zipperlein.



Seit Februar 2004 bin ich bei einer Tierheilpraktikerin, nachdem wir zwischenzeitlich auch nebst des Tierarztes eine Spezialklinik aufgesucht hatten. Und siehe da, es ging mir täglich besser. Für Frauchen sind THP so was wie Kräuterhexen gewesen, aber sie wurde eines Besseren belehrt. Mein Fell glänzt wieder, ich habe keinen Durchfall mehr, mein Humpeln ist so gut wie weg – ich bin viel besser drauf und fühle mich sichtlich wohler. Mein ganzes Immunsystem ist sichtlich gestärkt. Obwohl das laute Knacken beim Aufstehen oder Recken ist immer noch nicht weg. Ich hoffe doch sehr, dass es sich noch verbessert.
Wir wären nie zu einer solchen Behandlung bereit gewesen, wenn nicht meine Dobi Freundin Bona zuerst zu dieser Tierheilpraktikerin gegangen wäre. Die hatte so viele Probleme mit Knochen und Fell und Milben…und…und….und.

5 Tierärzte haben es nicht geschafft, dass u.a. dem armen manchmal frierenden Mädchen endlich Haare unterm Bauch wachsen. Vier Wochen nach Beginn der Therapie fingen die Haare an zu sprießen.
Mittlerweile ist der Bauch zugewachsen und der allgemeine Zustand des Hundes hat sich um ein Vielfaches verbessert.



Da prallten Gegensätze aufeinander und wir mussten vieles Lernen und umdenken. Aber wir haben uns an alles gehalten. Die THP meinte bei der ersten Sitzung „ Haben Sie Vertrauen, bald werden Sie Ihren Hund nicht wieder erkennen.“ Und sie behielt recht – im positiven Sinne. Nicht das wir jetzt alle Tierärzte verdammen. Das müssen wir wirklich betonen. Aber beide Methoden parallel zu führen, hätte mir in jungen Jahren viel Chemie und Nebenwirkungen ersparen können.

Und trotzdem: auch bei dieser Behandlung gibt es immer mal wieder up & downs. Und außerdem gibt es für kaputte Knochen keine Wundermittel - aber Linderung.


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Meine erste Beißerei

Mit 9Monaten bin ich furchtbar zusammen gebissen worden.

Auf einem schmalen Weg kamen mir ein Ridgeback und ein mittelgroßer Wuschelmix entgegen. Ich zeigte unterwürfige Gesten, wollte ausweichen aber der Ridge dominierte mich. Ganz still harrte ich aus. Die anderen Frauchen riefen aber trotz Bitte ihre Hunde nicht zurück! Von der anderen Seite kam nun der andere Hund. Da habe ich mich bewegt. Blitzschnell packten beide Hunde zu und haben mich arg gebeutelt. Mein Frauchen musste eingreifen und trat die Hunde weg. Denn die heizten sich gegenseitig auf. Es kam zu einem furchtbaren Streit unter den Frauchen. Zunächst sah man mir nichts an. Am Abend wollte und konnte ich aber nicht mehr aufstehen. Mein Hinterschenkel ist so angeschwollen, dass mein Bein aufplatzte und es war blitzeblau angelaufen. Wir mussten zum Tierarzt. Eine sehr lange und teure Behandlung kam auf uns zu. Fast hätte ich nicht in meinen ersten Urlaub fahren könne: An die Nordsee, zusammen mit meinem Bruder. Letztendlich klappte es aber doch und das salzhaltige Wasser sorgte für die endgültige Heilung meiner noch langen nässenden Wunde.



Über das Autokennzeichen der Besitzer meiner Peiniger kamen wir an die Adresse. Am Folgetag des Vorfalles suchte mein Frauchen diese Damen auf, um von den Folgen der Beißerei zu berichten, mit der Bitte um Kostenübernahme. Uneinsichtige Worte wie: dann gehen Sie doch zukünftig woanders….. und ähnliches wurde ihr entgegengeblasen. Hartnäckigkeit zahlt sich aus und durch Einsatz eines Schlichters wurde der Vorfall dann doch der Versicherung gemeldet und die zahlte schließlich. Ekeliger Beigeschmack war der erhebliche Aufwand, den wir betreiben mussten, um unser Recht durchzusetzen. Die Damen haben mittlerweile gelernt und rufen doch tatsächlich ihre Hunde nun bei Zeiten zurück. Warum nicht gleich so?





FORTSETZUNG FOLGT.........................................