Pünktchen, Buddy, Giacomo,Bona .... werden hier ein Erinnerungsplatz bekommen

REGENBOGENLAND

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst... 

         Der erste ist ein Tag, gesegnet mit
Glück, 
wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht, um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden – weil irgend
etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat.

Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen – und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift – dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, dass Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich.

Aber für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen
Freund schauen – und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsam überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen – und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt.

Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis
schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag – wenn Dein Freund und Gott gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst – zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich verlassen wird – Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht.

Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie
sie müssen.

Und wenn es Dir typisch ergeht, wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis
Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten.

Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die
vielen, von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken,
dass eine Seele – nur ein wenig kleiner als Deine eigene – anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden.
Und in den Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser
gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang
streichen spüren – nur ganz leicht.

Und wenn Du auf den Platz runterschaust, an dem Dein lieber – vielleicht
liebster – Freund gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und eine
gähnende Leere in Deinem Herzen hinterlassen.

Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein
eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er sich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben – entlang mit Erinnerungen Deines Haustieres – und durch die Schwere in Deinem Herzen
schneiden. Da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird
einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jenem Tier, das wir
geliebt – und verloren haben.

Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an – wie der himmlische
Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese
Liebe wird bleiben und wachsen – und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht    unserem  geliebten Tiere anzuschließen -                                                           i
s
t es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

(Frei übersetzt aus dem Englischen von Lutz Schneider. Autor des Originals: Martin Scot Kosins)


Pünktchen

Pünktchen zog mit 10 Wochen in einem Schuhkarton bei uns ein.
Ihr Geburtsname war Adele vom Grünholzhof.
Da Mutters Bruder ihren Bruder Anton als 5tes Familienmitglied aufnahm,
erhielt Adele als Pendant den Namen Pünktchen.

Sie wurde fast 13 Jahre alt, bis der Krebs sie über die Regenbogenbrücke holte.
Ihre Epilepsie hatten wir dank eines guten Tierarztes all die Jahre gut im Griff.
Als Kind habe ich ihr sehr viel Blödsinn beigebracht: z.B. Radfahrer jagen

Ein Dackel als begnadete Kaninchenjägerin, mit dem Unterschied, das sie Kaninchen liebte.
So hatte sie während einer starken Scheinschwangerschaft Löffelohrbabys gesäugt und gehütet.

Sie hat unglaublich gut gehört, kannte selten eine Leine. Bordsteinkante bedeutete SITZ wenn sie zuerst da war.
Männern gegenüber hatte sie ein gespaltenes Verhältnis. Wer auf unserem Sofa saß und von ihr nicht gemocht wurde, der musste auf seine Fersen acht geben - Dackel-Alarm !
Und was soll man sagen, auf den Hund war Verlass - sie hatte fast immer recht.

Später als ich in die Lehre ging und nur alle paar Wochen nach Hause fuhr, holten Mama und Pünktchen mich am Bahnhof ab. Als der Zug einfuhr jagte sie los, schrie den ganzen Bahnsteig zusammen und düste zwischen den ganzen eilenden Menschen herum, um mich zu suchen. ( in der heutigen Zeit undenkbar ) und was für eine Freude, wenn wir uns dann gefunden hatten. Wir sorgten regelmäßig für Aufsehen. Noch stärker war allerdings das Band zwischen Mama und Dackel - so war es auch “Ihr” Hund und die stärkste Bezugsperson. Für Mama ging der Hund sogar baden.
( ich glaube ich bin nicht ganz unschuldig gewesen, dass der Hund wasserscheu war …… schäm )
Ihre Leibspeise: Leberwurstbrot - aber nur wenn Butter drunter war, Krabben - aber nur gepult, Sahne.

Der ganze Hund: KLEIN aber OHO!


BUDDY

 BUDDY mit 8

Buddy war der Hund meines Freundes.
Er war bereits fast 10 Jahre alt, als ich hinzu kam.
So sorgte ich doch für einigen Wirbel in seinem Seniorenleben und dafür hatte er mich geliebt.
Ja, wir bauten eine ganz tiefe Bindung auf. Und er gab soviel zurück.
Kam er doch aus keinen guten Verhältnissen. Der 1.Besitzer machte aus dem Hund einen Vereinshund, da er beim Beißen abließ, er nicht 100% “funktionierte” war man dann auch nicht gut zu ihm. Eine Familie nahm den Hund auf, hielt ihn aber später nur noch im Zwinger. Todunglücklich war er dort. Er freundete sich mit seinem zukünftigen 3. Besitzer an und machte ein Höllenspektakel wenn dieser abfuhr. Schließlich einigte man sich alsbald und Hund und neuer Herr zogen zusammen. Später kam dann ich dazu.
Buddy war eine Seele - bis zum Schluss fast nie krank, strahlendes Gebiss, gerader Rücken, gehorsam und brav - manchmal zu lieb. Aber was ist daran schlimm?
Zum Schluss ließ das Gehör nach - er war fast taub und dann kamen die Knochen.
Mit fast 13Jahren gingen Buddy und ich allein den letzten Gang (+16.12.96) dass heißt ein Tiertaxi fuhr uns. Seine Beine wollten nicht mehr. Halsband und Leine liegen auf dem Grund des Rheins. Bellte er doch so gerne die Wellen an.

Buddy, ganz am Anfang warst Du mir nicht geheuer... und bist mir dann ein so treuer Freund gewesen.  Nach aussen für jeden sichtbar, auf dem Weg in den Hofgarten, wenn Du an den roten Ampeln, Deinen Kopf so sehr auf / an meine Beine geschmiegt hast, so daß immer wieder Menschen sagten: " der hat sie aber lieb..... "

weißt Du noch die Maus... die mit Dir aus einem Napf frass?

...unser Tiefgaragentennis ?

... Dein Seniorenfutter ? ......... 


 

Buddy mit 13 - sein letzter Sommer hier mit Snoopy - Ausflug nach Krefeld in den Garten. Oben füttert der kleine Neffe den Hund mit Frolics aus dem Schaufelbagger

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Giacomo

 MO

klein und rotze frech - ein Schwänzchen wie ein Bindfädchen - welches später eine stattliche Rute werden sollte.  

  GIACOMO  ( MO )

Der schönste Hund der Welt

der letzte Sommer Juni 2000 * Südfrankreich Aquitaine *

Giacomo - genannt MO
Rottweiler - Schäferhund - Mix

*27.12.97 +04.07.2000
50Kg Liebe*Hund*Schönheit*Gehorsam*Artgenossenverträglichkeit

Seine Mama war eine Kanadische Schäferhündin, sein Papa ein riesiger Rotti.
( wir trafen später eine Schwester von ihm, daher erfuhren wir von seiner Vergangenheit. )
12Wochen jung und wir wurden die 4.Besitzer
In der Drogen/Straßenszene wurde er herumgereicht, bis sein Herrchen ihn damals in einem Auto entdeckte. Stundenlang war er dort eingesperrt. Am Ende des Tages war er UNSER.

Mo war ein Mäkel was das Essen anging. Niemals hätte ich gedacht, dass aus ihm mal so ein kräftiges Tier wird. Mo sorgte dafür, dass ich ordentlich wurde - machte er doch nur meine Sachen kaputt und das IMMER.
Mo hatte niemals eine Beißerei. Sein souveräner Auftritt und der Einsatz von Körperkraft
( Rempeleien ) erstickte jede Keilerei im Keim. Klar, haben wir auch mal an der Leine gepöbelt. Und auch er war ohne Leine gehorsamer.
Und bei starkem Gewitter wurde der große Mo recht klein.
Für Mo war ich seine Bezugsperson. Eine extrem starke Bindung. Für mich immer noch der beste Hund. Temperamentvoll und doch sanft, mutig mit kleinen Schwächen und souverän, wachsam, treu, gehorsam, verträglich mit Artgenossen aller Art, aber auch Katzen. Jagdtrieb=Null.
Als er gehen musste, war er noch nicht einmal fertig. Eine schwere Rückenmarkserkrankung legte seinen Bewegungsapparat lahm. Operation folgte und einer langer Kampf - den wir leider verloren. Aber Giacomo bleibt trotzdem für immer MEIN MO.

MO - ich vermisse Dich ! - Deine Zeit war viel zu KURZ bei uns.

.

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Bona

 

Bona ist die Hündin meiner Freundin. Eine grosse stattliche Hundedame aus gutem Hause, von einem liebevollen Züchter.
Giacomos beste Freundin. Mo hat Bona “großgezogen” und trotz seiner Größe dem kleinem Wurm kein Haar gekrümmt. Es sah schon kritisch aus, wenn ihr kleines Welpenköpfen in seinem Maul verschwand. Viele Ausflüge und Freizeiten und Reise sollten den gemeinsamen Lebensweg begleiten. Oft sahen sich die beiden Hunde täglich - eine sehr schöne Hundefreundschaft.
Später hat Bona genau diese Erfahrungen an klein Oskar weitergegeben. Bona mochte kaum Artgenossen. Nur wenige ausgewählte gehörten zu ihren Freunden. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe und wurde zickig, wenn ihr einige zu nahe kamen. Nicht immer ganz einfach zu händeln, da man in der Hundebesitzerwelt da kaum auf Verständnis stößt.
Sie war sehr lieb und unheimlich verschmust und liebte ihre Besitzerin abgöttisch.
Leider auch immer sehr viel krank. Später stellte sich heraus, dass sie extrem schmerzunempfindlich war, denn sie hielt lt. Tierarzt Dinge aus, die nicht normal sind.
Oskar liebte seine Freundin, wie einst Giacomo. Sie gehörte zu seinem Leben einfach dazu.
Um so schlimmer, als sie uns eines Tages verließ. Ihr Frauchen hatte den Kampf gegen ihre Krankheiten verloren, zum Schluß versagte ihr Herz. An dem Morgen, als der letzte Gang bevorstand, war Oskar sehr unruhig. Wir wussten nichts von der folgeschweren Entscheidung, die am anderen Ende der Stadt getroffen wurde. Morgens um 6.00h - wir dachten der Hund hat Durchfall. Aber nix. Unruhig, hechelnd, nervös - kurz  völlig ungewöhnlich für ihn.

Wie betrunken erlebte Oskar den Vormittag.
Um 11.00 erfuhren wir dann von Bona´s Tod. Er hat es gespürt.....

Tiere spüren das, und das macht sie zu etwas Besonderem. Daher verdienen sie auch unseren Respekt. Ich meine damit nicht die Vermenschlichung, sondern den Respekt an der Kreatur. Als Begleiter einiger Jahre durch unser Leben.

Und sollte es Dir auch so ergehen, so sorge dafür das der lebende Hund an seinem toten Freund schnüffeln darf - um zu begreifen, daß dieser die letzte Reise angetreten hat. Tiere wissen dann, wie sie damit umgehen müssen. 


In diesem Sinne: auch wenn es vermenschlicht klingt, unsere Hunde haben sich genauso aus unserem Leben verabschiedet: 

Testament und letzter Wille eines Hundes

Ich besitze wenige Güter die ich hinterlassen kann.
Nichts Wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück.
Ich bitte meine Besitzer, dass sie mich im Gedächtnis behalten, aber sie nicht wegen mir leiden.
In meinem Leben bemühte ich mich ihnen ein Trost in traurigen Momenten und Freude in ihrem Glück zu sein.
Es tut mir sehr weh ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten.
Die Stunde des Abschieds ist gekommen und es fällt mir schwer sie zu verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn (im Gegensatz zum Menschen) fürchtet der Hund nicht den Tod.
Eine große Bitte noch; ich hörte oft von meinen Menschen „wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr. Wir lieben ihn so sehr, dass wir keinen anderen haben möchten“.
Ich bitte meine Menschen sich aus Liebe zu mir, wieder einen Hund aufzunehmen. Es nicht zu tun wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich aber möchte die Gewissheit haben, dass sie grade weil ich in ihrer Familie lebte nun nicht mehr ohne Hund leben können.
Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit der schwarzen Katze, teilte in kalten Tagen den Teppich mit ihr und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.
Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und meine Leine und wünsche ihm, dass er –wie ich- das Glück in diesem Haus genießt.
Das letzte Abschiedswort an meine Lieben:“ Wenn ihr mein Grab besucht, denkt an mich voller Traurigkeit, aber auch mit dem Wissen, dass hier eine Kreatur ruht die euch liebte. So tief mein Schlaf auch sein mag, ich werde Euch hören und selbst die große Macht des Todes wird nicht verhindern können, dass meine Seele dankbar mit dem Schwanz wedelt“.

Verfasser mir unbekannt/BS

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